20. April 2010 / Daniel Gitau

… Neues aus Island!

Zuerst haben die Isländer uns gelehrt, dass Gier und Geiz doch nicht geil sind. Banken haben isländische Anleihen gezeichnet, weil sie tolle Renditen versprachen, und die Menschen haben Geld zu isländischen Banken getragen, die ihnen Zinsen versprachen, die so hoch waren wie die Rauchsäulen des Eyjafjallajökull. Niemand hat gefragt wie das gehen soll. Und so haben sich Milliarden in Luft aufgelöst. Puff!

Und jetzt, stehen wir fassungslos vor Anzeigetafeln, auf denen sich ein gestrichener Flug an den anderen reiht. Ja und? Nützen wir doch diese Gelegenheit darüber nachzudenken welch absurdes Leben wir teilweise führen! Ist es wirklich eine mittlere Katastrophe, wenn man einen Termin in einer anderen Stadt verpasst, wenn die Sitzung eines X-beliebigen Gremiums nicht stattfindet oder ein Wochenendtrip ganz einfach ausfällt?

Sollten wir nicht, anstatt uns der ohnmächtigen Wut auf das böse Bankensystem und den bösen Vulkan hinzugeben, lieber den Isländern und ihren Vulkanen dankbar sein? Immerhin bieten sie uns nun schon zum zweiten Mal, Zeit und Anlass um innezuhalten und uns zu fragen, ob wir denn selbst noch ganz bei Trost sind…


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