Eine Veränderung von innen her – bevor sie von außen erzwungen wird.
Um die Wende aktiv gestalten zu können, braucht es ein Denken und Handeln, das nicht auf die Maximierung materieller Güter, auf Konsum und Besitz ausgerichtet ist, und das Maß nimmt an existierenden Grenzen, obwohl diese noch nicht erreicht sind. Denn wenn Grenzen erreicht sind, egal in welcher Hinsicht, gibt es immer eine Wende – nur kaum eine frei bestimmte und frei gestaltete, sondern eventuell eine unvorbereitete, schmerzhafte. Was es dafür braucht? Vorausblickendes Denken, Mut und Offenheit für echte Innovationen, die Systemänderungen möglich machen.





Leider ist zu befürchten, dass genau das passiert, was Sie in Ihrem Szenario darlegen und genau das nicht getan wird, was zu tun wäre, solange man noch einen Spielraum hat.
Ich denke daher, dass es sehr schmerzhaft wird und momentan lieber auf “Teufel komm raus” konsumiert wird. Es wird von Wirtschaftswachstum gefaselt, als ob die Ressourcen unserer Mutter Erde das noch hergeben würden. Man sehe sich nur die Autowerbung an: da werden Monster mit 500 PS und mehr angeboten!
Doch Gaia schlägt zurück und vergilt gleiches mit gleichem: 17.000 Flieger bleiben am Boden….
Erneuerung braucht Zerstörung. Ich teile die Meinung von Frau Supper. Der Mensch lernt durch das Leben selbst und den – mitunter auch schlechter werdenden – Rahmen seiner Existenz. Ohne eigene Erkenntnis kein Lernen und die Grenzen setzt das System selbst. Der Mensch muss lernen, dass er ein selbstverantwortlicher Teil des Gesamtsystems ist und das sein Handeln durchaus Auswirkungen hat. Insofern wird der Mensch erst durch externe Effekte nach innen geführt, wo dann harte und schmerzhafte Selbsterkenntnisse warten, aber auch daraus resultierende Verhaltensänderungen möglich werden, die dann – verzögert – in einer Verbesserung der Lebensqualität sichtbar werden. Von daher ist die Zunahme an “bedrohlicher” Realität eine grosse Chance.