1. April 2010 / gerhard bayer

in der materiell “reichen welt” ein Umdenken: die mehrheit der in Ö. lebenden Bevölkerung hat keine existenzielle Not mehr erlebt. Die jüngeren Generationen gehen viel lockerer mit materiellen Wohlstand um: sie nehmen ihn gerne an, sie haben aber keine Angst vor einer Korrektur dieser “Errungenschaften” . Sie haben beim Stichwort angepasstes Konsumverhalten kein Schreckensgespenst mehr vor Augen wie “kalte Wohnungen im Winter”, “immer nur Kartoffel essen” oder nirgend wo hinfahren können. Das ist eine große Chance, endlich über Korrekuren unseres Lebenstils nachzudenken.


1 Kommentar zu „Zukunftsdialog“

  1. Daniel Gitau sagt:

    Ich sehe das ähnlich!
    Meines Erachtens gehen jüngere Generationen deshalb “lockerer” mit materiellem Wohlstand um weil “wir jungen” ja faktisch darin schwimmen.
    Bei Einbrüchen wie der Finanzkrise geht es unsereins oftmals nicht ums “letzte Hemd”, sondern grad mal um den Pelzmantel und die Markenjeans. Es fehlt der Wohlstands-Jugend-Generation die Erfahrung des Leidens durch nicht-haben.
    Wir leben in einer Übersättigung, die nur durch wenige – jedoch völlig anders motivierte aber interessanterweise synergetisch wirkende – “Fashionimpulse” konterkariert wird. (Ich denke an Bioprodukte als Prestigeobjekte oder Konsumverzicht durch Schlankheitswahn etc…)

    Dennoch glaube ich das die im Zuge des “Blatt wendens” erforderlichen Maßnahmen doch deutlich über die aktuellen Lebensstilschwankungen hinaus gehen müssen, von da her frage ich mich, in wie weit diese Einstellung wirklich nützlich ist.

    Ich verweise in diesem Zusammenhang auf mein vorhergehendes Posting – Ohne umfassende Information, gerade der jungen Generationen – ist imho, eine längerfristige politische Umorientierung kaum vorstellbar.

Kommentieren

* Pflichtfelder