3. März 2010 / martina handler

eine bildungs- und arbeitsmarktpolitik, die nicht – so wie jetzt der fall – gesellschaftliche ungleichheit verstärkt und eine ethnisierte “unterschicht” produziert.
eine bildungsreform, die auf den ergebnissen vieler ländervergleichender studien aufbaut (wo österreich und deutschland regelmäßig sehr schlecht abschneiden) und an folgenden bereichen ansetzt, die erwiesenermaßen die qualität der bildung und die chancengleichheit beeinträchtigen:
- keine Selektion nach der 4. Schulstufe, sondern Gesamtschule aller Kinder bis zum Ende der Schulpflicht
- Ganztagsschule, um soziale Benachteiligungen auszugleichen (Geld für Nachhilfe, unterschiedliche Betreuung/Förderung durch die Familie etc.)
- Reform der LehrerInnenausbildung (Schwerpunkt auf neue Lehr- und Lernformen, die die multikulturelle Zusammensetzung von Klassen als Normalfall erkennt und LehrerInnen entsprechend ausbildet
- Ausbildungsoffensive und verstärkte Anstellung von LehrerInnen mit Migrationshintergrund (die gleichzeitig wichtige role models für die Kinder sind)
- Schulen, die von ihrem Architekturkonzept auf die neuen Bedürfnisse (Projektunterricht, wechselnde Kleingruppen, Ganztagsbetreuung, Arbeitsplätze für LehrerInnen etc.) abgestellt ist


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